Projektbeschreibung

Alternsgerechte Arbeitsplätze in Ostsachsen?
Ausprägungen und Tendenzen in der Pflege

Die Studie untersuchte am Beispiel der Pflegebranche die Arbeitsbedingungen und Möglichkeiten alternsgerechter Arbeitsgestaltung. Die methodische Anlage der Studie beinhaltet qualitative Interviews in sieben Wohlfahrtsverbänden in Görlitz und Löbau mit der Geschäftsführung bzw. der Fachbereichsleitung Personalentwicklung. Diese Interviews wurden um studentische Erhebungen, die auch die Arbeitnehmer/innenperspektive berücksichtigten, ergänzt: Neben Interviews mit Leitungspersonen führten die Studierenden eine Fragebogenerhebung bei Beschäftigten sowie ein Leitfadeninterview mit einer ehemaligen Beschäftigten durch.

Im Fokus stand zum einen, inwieweit die Betriebe sich auf älter werdende Belegschaften einstellen. Zum anderen wurde analysiert, wie ein gesundes Arbeiten und Altern im Betrieb möglich sein und damit die Arbeitsfähigkeit (Gesundheit, Kompetenz, Motivation) aufrecht erhalten werden kann.

Übergreifendes Fazit ist, dass die Aufmerksamkeit für einen schonenderen Umgang mit den Beschäftigten zugenommen hat, ein Konzept integrierter Maßnahmen bislang aber nicht entwickelt wurde. Der Bericht führt die Ergebnisse detailliert anhand der betrieblichen Handlungsfelder Arbeitsplatzgestaltung, Arbeitszeitgestaltung/Vereinbarkeit, Arbeitsorganisation, Personalentwicklung/Weiterbildung, Unternehmenskultur/Partizipation und Gesundheitsförderung aus. Er diskutiert die Befunde und stellt einen Bezug zu arbeits- und sozialpolitischen Debatten her.

Mitwirkende: Prof. Dr. Erika Steinert (Projektleitung), Studierende des Forschungsseminars „Methoden der Sozialarbeitsforschung“, Fakultät für Sozialwissenschaften der Hochschule Zittau/Görlitz

Zeitraum: 01/2012 – 12/2012

>> Bericht „Alternsgerechte Arbeitsplätze in Ostsachsen? Ausprägungen und Tendenzen in der Pflege – Hochschule Zittau/Görlitz, 2013