„SCHUMACHER – Reformative FORSCHUNG“ ist ein unabhängiges Forschungs- und Beratungsunternehmen mit Sitz in Görlitz und Zittau. Es wurde von Dr. Ulrike Schumacher gegründet.

Lebensnahe, angewandte Forschung

Im Zentrum steht die Frage, wie sich die Lebensbedingungen der Menschen innerhalb der gegebenen Ressourcen der Erde zukunftsfähig gestalten und verbessern lassen. Die Frage offenbart weitreichende Spannungen zwischen den Interessen des Einzelnen und den Bestimmungen des Gemeinwohls – zwischen Mensch, Gesellschaft und Natur – der Notwendigkeit des Herstellens, Nutzens und Bewahrens.

Von Transformation zu Reformation

In langjähriger Forschungs- und Entwicklungstätigkeit ist Ulrike Schumacher der Frage aus unterschiedlichen Blickwinkeln nachgegangen – der Arbeits- und Engagement-, der Sozialraum- und Demokratieforschung, der ländlichen Entwicklung und dem Transformationsmanagement. Entsprechend den Grundsätzen der Nachhaltigkeitswissenschaft waren die Projekte inter- und transdisziplinär angelegt. Heute geht sie davon aus, dass die substanzielle Mitwirkung von Bürgerinnen und Bürgern notwendiger denn je ist, um eine gesellschaftlich relevante Forschungsagenda zu bestimmen und zu bearbeiten. Diesem Verständnis trägt der Begriff der reformativen Forschung, im Sinne der Erneuerung (sozial)wissenschaftlicher Methodologien, Rechnung. Ausgehend vom Paradigma der Bürgerwissenschaft (Citizen Science) erprobt sie mit dem Projekt Bürgeruni in Zittau Wege zu diesem Ziel.

Mission und Profil

Mission des Unternehmens ist es, Schritte zu einer nachhaltigen Entwicklung in Stadt und Region, Betrieb und Gemeinwesen zu erkennen und zu kommunizieren. Dabei gilt es, fragmentiertes disziplinäres Denken zu überwinden, zwischen den Sphären der Gesellschaft zu vermitteln und eine gemeinsame Sprache zu finden. Die Herangehensweise in Lehre und Weiterbildung, Analyse, Beratung und Moderation beruht auf Erfahrungen in Wissenschaft und Verwaltung, der Zivilgesellschaft und Kreativwirtschaft.

Leitfragen und Kontexte

Mitwirkung beim Aufbau einer Dorfbewegung in Brandenburg, AG „Lebendige Dörfer“ und Verein „Dorfbewegung Brandenburg e.V.“, European Rural Community Alliance

Analyse und Begleitung von Gemeinschaftsnutzungseinrichtungen, Bewertung ihres Beitrags zu einer nachhaltigen Entwicklung anhand des Integrativen Konzepts der Helmholtz-Gemeinschaft Deutscher Forschungszentren (HGF)

… und: Wessen Wohl ist das Gemeinwohl (Offe 2002/2015)?

Mitwirkung in der Querschnittsgruppe „Gemeinwohl“ unter der Leitung von Prof. Gunnar Folke Schuppert, Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung, WZB-Jahrbuch 2002

und welche Rolle spielt bürgerschaftliches Engagement in diesem Zusammenhang?

Entwicklung einer Typologie zum Wechselverhältnis von freiwilligem Engagement und Erwerbsarbeit, Promotion am Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung im Kontext des Verbundprojekts „Arbeit & Ökologie“

und was bedeutet das für Lebensstile und Lebenslagen?

Praktikum in der Arbeitsgruppe „Neue Wohlstandsmodelle“ des Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie zu der Zeit, als die Studie „Zukunftsfähiges Deutschland“ (BUND/Misereor) erarbeitet wurde